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Falten, sie sind unglaublich modern und gleichzeitig zeitlos. Durch sie fühlen wir uns sofort wie eine elegantere Version von uns selbst und sie heben unser Outfit direkt auf ein höheres Niveau. Offensichtlich denken alle auf der ganzen Welt so. Wohin wir auch schauen, in der Geschichte der Kulturen auf der ganzen Welt kommen Falten immer wieder zurück in die höhere Klasse. Wie kommt es doch, dass eine einfache Falte so viele Emotionen bei so vielen Menschen auslösen kann? Höchste Zeit, diese faszinierende Nähtechnik etwas genauer zu untersuchen.

Bei den alten Ägyptern 2100 v. Chr. wurden Falten nur von Pharaonen und den hohen Aristokraten getragen. Der Grund dafür war, dass Falten nicht dauerhaft waren und viel Zeit erforderten. Sie wurden mit Hilfe eines Versteifungsmittels in das Kleidungsstück gelegt. Dieses ging beim Waschen wieder raus. Das sorgte dafür, dass die Falten jedes Mal neu gelegt werden mussten. Es ist nicht bekannt, wie sie das genau gemacht haben, auch wenn einige Quellen behaupten, dass sie dabei ein Ei verwendet haben.

Trotz ihrer engen Verbindungen waren diese Techniken offensichtlich bei den alten Griechen nicht bekannt.  Hier wurden Falten gelegt, indem man verschiedene Drapage-Techniken verwendete. Da Kunst in dieser Gesellschaft sehr präsent war, können wir Tausende Jahre später noch den Kleidungsstil, der damals getragen wurde, genießen.  So hat man zum Beispiel etliche Statuen gefunden, die diese Gewänder getragen haben. Auch hier scheinen Falten ein Zeichen für Status zu sein und wurden sie von der höheren Klasse getragen. Wenn die Kleidungsstücke dann außerdem lila waren, konnte man sicher sein, dass die Träger einen sehr hohen Status hatten. Der Grund dafür ist, dass die Farbe Lila sehr schwierig herzustellen war.

Weiter östlich waren Falten unter anderem während der Song-Dynastie sehr beliebt. Diese Zeit war von 960 bis 1279. In dieser Dynastie waren Faltenröcke bei der höheren Klasse sehr beliebt. Auch die Silhouette war für diese Zeit sehr bemerkenswert. Bis dahin wurden Röcke bis unter die Brust getragen. In dieser Generation wurde der Rock jedoch nach unten bis zur Mitte verlagert.

Falten wurden auch an weniger sonnigen Orten getragen. In Schottland gibt es den Kilt schon seit dem 16. Jahrhundert. Außer der Tatsache, dass er Falten, ist dieser Kilt ein interessantes historisches Kleidungsstück aufgrund seines Motivs. Weitere Informationen dazu kannst du im Artikel über Karos finden.

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Falten im 20. Jahrhundert

Mariano Fortuny 1909

Anfang des 20.Jahrhundert war Mariano Fortuny ein wahrer Meister der Falten in Europa. Der spanische Designer hat Falten designt, die bis dahin als unmöglich angesehen wurden. Es war immerhin extrem schwierig, permanente Falten in die natürlichen Materialien, aus denen Kleidung bis dahin hergestellt wurden, zu legen. Daher hat der Designer seine Techniken geheim gehalten. Bis heute wissen wir nicht genau, wie er das tun konnte.

Seit dem Ende der 40er Jahre kamen Falten erneut und sehr intensiv in Mode.  Das war unter anderem der Tatsache zu verdanken, dass der Krieg zu Ende war. Für Falten ist immerhin viel Stoff erforderlich, und der war während des Kriegs natürlich Mangelware. In dieser Zeit hat man nur wenig Kleidungsstücke mit Falten oder Rüschen hergestellt, um Stoff zu sparen. Es wurden auch neue Stoffe und Chemikalien erfunden, mit denen die Herstellung von Falten viel einfacher war.

In den nächsten Jahren werden Falten wieder triumphieren und das Stadtbild dominieren. Wir haben schon mal die schönsten Items zusammengestellt, um euch zu inspirieren.

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