Die Kombination aus Nähen und Social Media ist ungemein beliebt. Einzigartige Kleidungsstücke nähen und diese in einem Blog oder auf Instagram als Inspiration für andere veröffentlichen - die Anzahl der Näherinnen mit einem Blog oder Instagram-Account nimmt weltweit immer noch zu. Daher stellt Fibre Mood regelmäßig eine Sewista vor, die ein Schnittmuster von Fibre Mood auf originelle Weise gehackt hat. Dieses Mal stellen wir Sanne von @s.a.n.n.e_s.e.w.s. und ihre Version des #Mabel-Schnittmusters vor. Hier findest du ihre wunderschöne Kreation!
Hey hey! Mein Name ist Sanne, aber auf Instagram bin ich unter dem Namen @s.a.n.n.e_s.e.w.s. bekannt. Ich bin 37 Jahre alt - aber ich fühle mich immer noch wie 27. Ich wohne jetzt schon seit 15 Jahren in Gent, bin aber in Brüssel-Elsene geboren und aufgewachsen.
Eigentlich nähe ich noch nicht so lange nach den Regeln der Kunst, aber ich beschäftige mich schon sehr lange mit Mode. Mit anderen Worten, das Kreative ist schon von Klein auf Teil von mir. Ich bin in Brüssel aufgewachsen, und damals war es keine Selbstverständlichkeit, im Herzen von Brüssel Hobbys in niederländischen Sprache ausüben zu können. Ich war schon immer kreativ, und als Kind habe ich mir selbst das Nähen beigebracht. Sehr einfache Dinge, aber im Rückblick dennoch sehr schöne Dinge: eine Tasche aus einer alten Jeanshose nähen, eine Hose in einen Rock verwandeln, gekaufte T-Shirts auseinander nehmen und aufpimpen ... erst habe ich das von Hand ausprobiert, aber ich bin immer an die Grenzen des manuellen Nähens gestoßen (und meine Finger haben wehgetan). Daher hat meine Mama mir eine günstige kleine Singer gekauft). Anleitung? Nie gelesen ... es war eigentlich eher stümpern als effektiv nähen, und wenn man es genau betrachtet ist es mir nie gut gelungen, die Spule mit meinem Unterfaden fest aufzuwickeln. Nun gut ... langer Rede kurzer Sinn: immer schon kreativ gewesen, und immer die Mittel genutzt, die ich hatte, aber viel Pfuscherei :)
Vor fünf Jahren habe ich dann Nadel und Faden buchstäblich wieder in die Hand genommen, mir eine neue Nähmaschine und eine Overlockmaschine gekauft, und angefangen, Nähkurse zu besuchen. Und das mache ich heute eigentlich noch immer - denn man kann immer etwas dazulernen. Ich kann nie der Herausforderung widerstehen, neue Techniken zu lernen und vollständig zu beherrschen. Aber ich versuche immer, einem Modell meinen eigenen Twist zu geben. Früher waren die Hacks sehr einfach. Aber heute, mit mehr Erfahrung, traue ich mir auch etwas Schwierigeres zu.
Das Schöne am Hacken von Schnittmustern, aber eigentlich am gesamten Nähprozess, ist meine Kreativität, die ich dabei ausleben kann. Das Kombinieren von Stoffen und Schnittmustern und die anschließende Gestaltung dieser Schnittmuster gemäß meinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen, das mache ich wirklich gern.
Eigentlich habe ich bei Mabel (im Gegensatz zu manchen anderen Modellen) nicht so sehr viel verändert. Ich hatte diesen Stoff schon eine Zeitlang liegen und zunächst hatte ich ihn für meine Tochter vorgesehen. Daher hatte ich nur einen Meter davon. Als wenn es vorbestimmt wäre, lag der Stoff neben mir, als ich durch die Fibre Mood 13 blätterte, und die Teile des Puzzles fielen an die richtige Stelle :-)
Das heißt ich hatte zu wenig Stoff, denn laut der Tabelle würde ich für eine S doch 1,45 m Stoff ... "Schade, dann ein anderes Projekt", würden einige denken. Aber bei fangen dann die Räder an sich zu drehen ... Wie könnte ich dennoch eine Mabel daraus nähen...
Eine Anleitung für meinen Pattern Hack von Mabel
Ich habe Größe S übertragen, den Ärmel aber um 5 cm und Vorder- und Rückenteil um 7 cm verkürzt. Ich trage gern Hosen mit hoher Taille, daher dürfen Sweatshirts ruhig etwas kürzer sein. Um die Eleganz der Broderie aus weißer Baumwolle zu betonen, wollte ich in der Taille etwas Schmales, aber dennoch eine etwas femininere Verarbeitung als ein Saumbund. Ich habe die beiden Saumbündchen 6 und 7 (das sind diese für Vor- und Rückenteil) aneinander gezeichnet, so dass ich ein langes hatte (am Stoffbruch). Dies habe ich dann um 17 cm verlängert (das werden die Bänder zum Knoten). Bevor ich den Saumbund an Vorder- und Rückenteil befestigte, habe ich das lange Saumbündchen der Länge nach doppelt genommen, mit den rechten Stoffseiten aufeinander, und an beiden Ende sowohl die schmale Seite als auch 23 cm der Enden zugenäht (dies sind die jeweils 17 cm langen Bänder, die ich zu Anfang dazu gezeichnet hatte + 6 cm extra). Die Ränder etwas einkürzen, wenden und die Ecken sorgfältig nach außen schieben. Danach habe ich den Saumbund wie im Tutorial beschrieben an Vorder- und Rückenteil gesteckt, aber nur bis 6 cm vor der vorderen Mitte (das heißt, vorne mit einer Öffnung von 12 cm) und darauf geachtet, dass dies auch das Ende des nicht versäuberten Saumbunds war. Den nicht versäuberten, 12 cm lange Rand am Vorderteil habe ich 1 cm breit umgesäumt. Auf diese Weise kann ich die Bänder verknoten, aber ich habe 12 cm Spiel, um sie etwas enger zu binden.
Ein Sweatshirt, das ich schon häufig getragen habe. Und meine Tochter? Für sie habe ich einen anderen Stoff gekauft :-)
Hast du Lust, selbst Mabel zu nähen? Das Schnittmuster hier kaufen!