Einzigartige Kleidungsstücke kreieren, in deinem Blog oder auf Instagram teilen und andere inspirieren: Die Kombination aus Nähen und Bloggen ist unglaublich in. Und da die Menge der bloggenden Sewists/Sewistas immer größer wird, setzt Fibre Mood regelmäßig eine Sewista/einen Sewist in den Mittelpunkt, wenn er oder sie sich ein originelles Pattern Hack für eines unserer Fibre Mood-Modelle ausgedacht hat. In diesem Monat stellen wir euch Sandra von @sandra.mkh und ihren Pattern Hack #Norma vor.
Ich bin Sandra Maciak, 39 Jahre alt und Kostümdesignerin für ein Museum in Paris. Ich habe in der Welt der Haute Couture und der darstellenden Künste gearbeitet. Ich habe angefangen zu nähen, als ich 13 oder 14 Jahre alt war. Meine erste Nähmaschine habe ich mir von dem Geld gekauft, das ich verdient habe, indem ich auf Märkten selbstgenähte Mini-Stuhlhussen, die ich als schöne Hülle für Taschentuchkartons genäht hatte, verkauft habe ... Das ist echt lange her! Ein Jahr danach bin ich nach Paris gegangen, um dort zu studieren und da wohne ich noch immer. Ich bin jetzt verheiratet und Mama einer Patchworkfamilie mit 5 Kindern.
Für meine Arbeit nähe ich Kleidungsstücke von A bis Z. Ich liebe alle Schritte: das Gestalten, das Schnittmuster zeichnen, die Realisierung und die abschließende Verarbeitung. Ich liebe es, verschiedene Techniken auszutesten und zusammenzubringen, einen etwas weniger strukturierten Stil, Hosenanzüge, Prêt-à-porter, Stoffe färben, sticken, stricken …
Ich nähe auch für meine Familie: Hosen, Jacken und sogar Brautkleider! Ich teile meine Kreationen auf Instagram – du findest mich dort unter dem Namen @sandra.mkh.
Ich bin immer gut beschäftigt! Die Kinder zur Schule bringen und wieder abholen, pendeln, einkaufen, Meetings ... Ich liebe Kleider, die sowohl zu Sportschuhen als auch zu hochhackigen Schuhen passen, Kleidungsstücke, in denen ich mich wohl fühle, die aber auch elegant sind. Ich möchte meine Kleider gern auch jeden Tag etwas anders tragen. Alles hängt davon ab, wie ich mich fühle: Kaffee, Tee oder Kakao, aber nie ein- und dasselbe Frühstück.
Da wir zu siebt in einer kleinen Wohnung wohnen mag ich es nicht, zu viel Kleidung zu haben. Ich versuche auch, bewusster zu konsumieren. Ich liebe meine Kleidungsstücke und habe nicht das Verlangen, viele zu besitzen! Ich habe lieber ein schönes Kleidungsstück,das gut passt und das aus einem guten Stoff gefertigt ist als 10, die am Fließband hergestellt wurden unter was weiß ich für Bedingungen ...
Mein #Norma Hack musste daher schick und bequem sein. Mir gefiel das Basisvolumen des Modells sehr gut: eng anliegend mit Ballonärmeln. Auch den V-Ausschnitt fand ich sehr schön.
Wie ich an meinen Norma Pattern Hack herangegangen bin?
- Ich wollte den V-Ausschnitt noch mehr betonen. Zu dem Zweck habe ich gekräuselte Stoffstreifen hinzugefügt: die ziehen die Aufmerksamkeit auf sich und verlängern meine Silhouette.
- Ich habe die Knopfleiste vorne weggenommen, die Ärmel um 4 cm verlängert und die Ärmelbündchen weggelassen.
- Ich habe die Stelle, an denen ich die gekräuselten Stoffstreifen hinzufügen wollte, auf den Schnittmusterteilen markiert, sowohl im Vorderteil als auch im Rückenteil.
- Ich habe diese Linien dann auf die linke Stoffseite beider Schnittteile übertragen, erst mit Kreide und dann mit einem Heftfaden im Vorderteil.
- Ich habe das Vorder- und Rückenteil an den Schultern zusammengenäht und den Halsausschnitt versäubert.
- Ich hatte die beiden Stoffstreifen bereits zurechtgelegt: 10 cm (versäubert) an den Schultern, 7 cm (versäubert) an den Enden (das heißt 13 cm bzw. 10 cm, inklusive Nahtzugabe).
- Ich habe die Stoffstreifen mit einem Taschentuchsaum umsäumt. Für den gekräuselten Teil habe ich den Streifen mit der Overlockmaschine genäht, 2 cm umgefaltet und gebügelt, meine Kräuselfäden durch die Maschine gezogen und den Stoff gekräuselt.
- Dann habe ich die Stoffstreifen am Vorderteil befestigt. Dabei bin ich der gehefteten Linie gefolgt, zunächst an meiner Schneiderpuppe, dann flach auf dem Tisch. Es ist wichtig, sich dafür ausreichend Zeit zu nehmen, denn die gekräuselten Stoffstreifen ziehen viel Aufmerksamkeit auf sich.
- Ich habe die Volants befestigt und an die Kräusel genäht.
- Dann habe ich die Seiten und die Ärmel genäht.
- Die Ärmel habe ich genau so versäubert wie die Stoffstreifen. Ich habe sie an einem vorab fertiggestellten, 2 cm breiten "Armband“ festgenäht.
- Dann habe ich die Ärmel eingesetzt und den Saum des Vorder- und des Rückenteils genäht.
Ich liebe diese Bluse unglaublich, denn ich kann sie mit Sportschuhen zu einem eher lässigen Look und mit hochhackigen Schuhen zu einem eher schicken Look kombinieren. Es ist außerdem ein sehr bequemes Kleidungsstück.
Ob ich oft Schnittmuster hacke? Ich denke schon, denn ich passe gern Linien und Volumen an, damit die Schnittmuster besser zu der Person passen, die das Kleidungsstück tragen wird. Ich verändere nicht immer das Modell, aber ich passe bestimmte Abmessungen und Längen zugunsten der Person an, die das Kleidungsstück tragen wird.
Demnächst möchte ich gern das Top Honey nähen: Ich bin verrückt nach dem Kragen und der Knopfleiste dieses Modells! Ich werde die Halslinie vielleicht etwas runder machen und etwas verlängern ... Ich weiß auch schon, welchen Stoff ich dafür verwenden werde. In der aktuellen Ausgabe von Fibre Mood habe ich viele Ideen für mich gefunden! Ich habe auch zwei Sweatshirts Ellis für meine beiden jüngsten Kinder in der Pipeline. Ich würde auch gern eine Möglichkeit finden, mein Wissen zu teilen und weiterzugeben - das ist mein Ziel für 2021!
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