Einzigartige Stücke kreieren, um sie in seinem Instagram-Account zu teilen und andere zu inspirieren: Die Kombination aus Nähen und sozialen Medien ist der letzte Schrei. Und da die Zahl der Nähblogger*innen auf der ganzen Welt zunimmt, stellt Fibre Mood regelmäßig eine(n) Sewist(a) vor, die/der ein Schnittmuster von Fibre Mood genommen und einen einzigartigen Schnittmuster-Hack daraus gemacht hat. Heute stellen wir euch Cynthia von @sewcasuallychic und ihren Schnittmuster-Hack #Rozan vor. Mehr über ihre wunderschöne Kreation erfahrt ihr hier!

bannerhack

Hallo Sewistas! Mein Name ist Cynthia Hendrickson. Auf Instagram und in meinem Näh-Blog heiße ich @sewcasuallychic . Ich nähe seit 7 Jahren und teste schon fast genauso lang Schnittmuster. Seit letztem Jahr bin ich auch „Stoffbotschafterin“ und Testnäherin für neue Stoffe. Diese Aufgaben haben meine Kreativität auf eine ganz neue Ebene gehoben. Nähen ist einfach unglaublich spannend, findet ihr nicht auch? Ich nähe hauptsächlich für mich selbst und meine Familie, aber manchmal auch für Freunde. Jetzt, wo ihr ein wenig über mich wisst, muss ich auch ein kleines Geständnis machen. Das ist mein allererstes Projekt von Fibre Mood! Ist das zu glauben? Aber ich habe bereits begonnen, die verlorene Nähzeit aufzuholen und habe einen Vorrat an Schnittmustern gekauft, von denen zwei demnächst dran sind: Stoff für „Lola“ und „Paulette“ ist auf dem Weg und ich bin so aufgeregt!

Heute ist aber meine abgewandelte Version des wunderschönen „Rozan“ dran. „Rozan“ ist mir wegen des wunderschönen tiefen V-Ausschnitts, des unglaublich schönen gerafften Mieders und der Statement-Ärmel ins Auge gefallen. Das Design hat es in sich und ist dennoch schlicht gehalten. Ich musste es einfach haben, und zufällig erhielt ich noch in derselben Woche einen wunderschönen 4-Meter-Zuschnitt aus Spitze zum Ausprobieren. Mir war sofort klar, dass diese beiden zusammengehören.

rozanhack

rozanhack

rozanhack

rozanhack

Eine Anleitung für meinen „Rozan“-Schnittmuster-Hack

Spitze
Zunächst einige Grundlagen, die ich bezüglich der Spitze beachten musste: Den Halsausschnittbesatz würde durch den Spitzenstoff sichtbar sein. Meine einzige Option für den Besatz wäre also die Spitze selbst. Anstelle einer aufbügelbaren Einlage zur Stabilisierung habe ich wieder die Spitze selbst als Einlage verwendet, was bedeutet, dass der Besatz im Grunde aus zwei Lagen Spitze besteht, deren Schnittkanten miteinander versäubert sind. Tipp: Verwende abwaschbares Stoffklebeband (Wondertape), um sie während des Nähens zusammenzuhalten. Das könnt ihr auch mit Garn machen. Ich bin nicht immer super vorsichtig, was das passende Garn für meine Projekte angeht. Normalerweise versuche ich, ziemlich nah dran zu bleiben, aber Fäden, die man nicht sieht, sind manchmal auch in einer anderen Farbe als der Stoff. Für dieses Projekt habe ich jedoch einen besonderen Ausflug in den Laden gemacht, um Overlock-Garn und -Spulen zu kaufen. Zum Schluss noch das Futter – Ich habe mich entschieden, das Kleid nicht zu füttern, sondern stattdessen ein Seidenmieder und Shorts darunter zu tragen. Dadurch hatte ich eine gewisse Freiheit bei der Kombination. Ich kann diese Kombination für ein Fotoshooting tragen, um einen hauchdünnen Look zu ermöglichen. Habt ihr bemerkt, wie ihr meine Beine auf den Wasserfotos durch den Stoff sehen können? Das ist gewollt und trägt zur Stimmung bei. Oder ich trage ein Unterkleid darunter, wenn es weniger durchsichtig sein soll. 

Modifikationen

  1. Schneidet Teil 3 an der Falte ab, anstatt 2 Teile zu schneiden. Dadurch wird die vordere Mittelnaht/die Knöpfe entfernt. Lasst außerdem die vordere Leiste (Teil 7) weg.
  2. Wie bereits erwähnt, habe ich die Spitze selbst für den Besatz verwendet und anstelle des Fixierstoffs zusätzliche Stücke der Spitze für den Besatz zugeschnitten (Teile 8 & 9).
  3. Schneidet für die beiden Kleiderlagen ein Stück zu, das 1,5x so breit ist wie die Unterkante des oberen Stücks und 38 cm (15 Zoll) hoch. Hinweis: Ich bin 160 cm groß, also braucht ihr je nach Körpergröße mehr oder weniger Länge). Verwendet eure bevorzugte Methode zum Raffen und Festnähen. Ich habe das Teil zu einem Kreis genäht, zwei Reihen Heftstiche entlang der oberen Kante genäht, gerafft und mit einer Overlock-Maschine festgenäht.

Es hat so viel Spaß gemacht, diese Fotos zu machen. Ich hatte mir dieses Kleid und die Fotos als ätherischen Waldköniginnen-Look vorgestellt, also sind meine Tochter und ich in den Wald gegangen und haben uns so richtig ausgetobt. Ich bin so zufrieden mit dem Ergebnis. Das „Rozan“-Schnittmuster war eine Freude. Jetzt mache ich noch eine alltäglichere Version nach dem Original-Schnittmuster. Aber ich hoffe wirklich, dass euch meine Spitzenversion gefällt.

Möchtest du dein eigenes „Rozan“ nähen? Das Schnittmuster findest du hier!