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Bobbi Eden ist ein bekanntes Gesicht in den Niederlanden. Sie moderiert regelmäßig Fernsehsendungen und hat bereits Bücher zum Häkeln oder Nähen für Anfänger veröffentlicht. Jetzt veröffentlicht sie exklusiv ein Nähbuch in Zusammenarbeit mit Fibre Mood! Bobbi geht etwas anders an das Thema Nähen heran und legt den Fokus auf die Verwertung alter Kleidungsstücke. Neugierig, was dieser kreative Tausendsassa alles auf Lager hat?

Hi Bobbi!

Wie lange bist du schon kreativ aktiv?

„Ach du Schande, hm ..... wie lange ich schon kreativ aktiv bin? Eigentlich schon von klein auf. Ich kann kaum an etwas anderes erinnern, als dass ich mich immer schon auf diese Art beschäftigt habe. Jeden Mittwochnachmittag, am Wochenende, nach der Schule, zeichnen, schneiden, kleben, Arbeiten mit Pergamentpapier. Ich habe wirklich alles gemacht, was man sich nur vorstellen kann. “

„Meine Mutter ist sehr kreativ und meine älteste Schwester auch. Ich glaube, dass das einfach ein Teil von mir ist. Als ich kleiner war, habe ich an vielen dieser schönen Workshops teilgenommen.  Einmal war es Blumenbinden und ein anderes Mal haben wir Scrapbooks und Karten gestaltet oder auch getöpfert. Ich habe vieles in Workshops ausprobiert. Dabei habe ich viel gelernt. Übung macht den Meister sagt man, und das ist vermutlich mit allem so. “

Beschäftigst du dich nur mit Kleidung oder hast du auch andere kreative Hobbys?

„Du kannst besser fragen was ich nicht mache, dann ist die Liste etwas kürzer! Ich habe sehr viele kreative Hobbys. Ich häkele und stricke natürlich. Dabei sind schon einige Bücher herausgekommen. Ich habe mit Amigurumi-Büchern angefangen um zu zeigen, dass jeder häkeln kann. Schließlich habe ich: haken at home (Häkeln zu Hause) für Bobbi geschrieben. Es enthält allerlei Projekte für dein Zuhause, drinnen wie draußen. Dann habe ich auch noch ein Winterbuch veröffentlicht, das zudem noch einige Schnittmuster für Babys enthält. Ich baue Miniaturen und Puppenhäuser, das macht mir unglaublich viel Spaß. Ab und zu zeichne ich auch. Ich finde es sehr schön, Fotos abzuzeichnen. Und Scrapbooks gestalten und Bullet Journaling, spielen [lacht], aber das ist natürlich nicht sehr kreativ, obwohl man ab und zu auch kreativ denken muss. Also ja, ich beschäftige mich eigentlich mit ganz vielen Dingen gleichzeitig. Ich finde es immer schön, Dinge auszuprobieren.“

Was bedeutet das Handarbeiten (nähen und/oder stricken) für dich? Spielt es eine große Rolle in deinem Leben?

"Auf jeden Fall. Es beruhigt mich und ich finde sehr schön, Dinge aus dem Nichts zu kreieren. Letztendlich selbst etwas entworfen oder eine Kreation anhand eines Schnittmusters genäht zu haben. Und natürlich, die eigenen Farben oder die eigenen Stoffe zu verwenden. Ich finde es wichtig, das Gehirn ab und zu in einen kreativen Zustand zu versetzen, statt immer nur an einem Bildschirm zu sitzen. Daher ist dies besonders wichtig für mich und ich versuche immer, Zeit dafür frei zu machen.“

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Hast du in deiner Wohnung einen speziellen Ort zum Nähen?

"Einen speziellen Ort zum Nähen in meiner Wohnung? In meinem Schlafzimmer, oder hast du das nicht gemeint [lacht]? Nein, ich habe einen ganz kleinen Hobbyraum, aber der steht so voll mit anderen Hobbysachen, dass ich meine Nähmaschine manchmal suchen muss. Ich habe sogar einen größeren, höheren Tisch für meine Nähmaschine und Schnittmuster, sodass ich leichter daran stehen kann. Ich möchte nicht immer nur sitzen, dann finde es auch schön zu stehen. Oftmals sitze ich auch einfach nur am Tisch im Wohnzimmer. Es kommt ein bisschen darauf an, in welcher Stimmung ich bin.“

Nähst du vor allem für dich oder auch für andere?

"Ich nähe entweder für mich oder für meinen kleinen Sohn Brandon oder für meinen Mann Mark. Ansonsten eigentlich nicht für andere. Ich habe nicht viel Freizeit, die ist mir sehr kostbar. Und dann macht es mir Spaß, dies für meine Familie zu tun.“

Welches ist deine größte Motivation, selbst etwas zu nähen statt etwas zu kaufen?

"Zunächst finde ich es unglaublich schön, etwas Besonderes anzuziehen, aus meinen eigenen Stoffen, etwas richtig Einzigartiges. Es ist wieder etwas anderes und im Allgemeinen kann man es natürlich nicht im Laden kaufen. Ich glaube, dass es das im Grunde ist: dass man etwas Einzigartiges trägt und dass man es selbst gemacht hat. Darauf bin ich dann ziemlich stolz.“

In Bobbi Style arbeitest du auch mit alten Kleidungsstücken, findest du es wichtig, dass die Modewelt bewusster und nachhaltiger werden muss?

„Ich finde es in jedem Fall wichtig, dass die Modewelt bewusster und nachhaltiger wird. Und mit Bobbi Style macht das auch noch Spaß. Das Schöne daran ist nämlich, dass man alles wiederverwenden kann. Es wird natürlich unglaublich viel produziert ,Fast Fashion, was man oftmals nach zweimal waschen schon fast wieder wegwerfen kann. Ich sage nicht, dass ich keine Fast Fashion kaufe, denn das tue ich auch, denn man kann dem kaum entgehen. Ich finde es dennoch wichtig, darüber nachzudenken. Dass man nicht alles wegwerfen muss, sondern dass man die Dinge durchaus verwerten kann. Das macht man auch etwas langsamer und das ist wiederum nachhaltiger.“

Was ist ein selbstgemachtes Stück, auf das du am meisten stolz bist?

„Ich finde das Jeanskleid in meinem Buch absolut fantastisch. Es besteht aus verschiedenen alten Jeansblusen, das ist also ein echter Restyle. Ich finde auch, dass der Restyle-Pulli mit dem gelben Leopardenpint sehr schön geworden ist. Ich denke, dass ich darauf am meisten stolz bin, vor allem, da ich bei diesen Projekten verschiedene Stoffe wiederverwendet habe.“

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Woher stammte die Idee, deine Liebe zum Nähen zu teilen und kreative Näh- und Häkelbücher zu veröffentlichen?

„Das Teilen meiner Näharbeiten entstand nach der Geburt von Brandon. Ungefähr ein halbes Jahr danach habe ich mich an meine Nähmaschine gesetzt, um Jogginghosen für ihn zu nähen, und Shirts und kleine Pullover, die einfach gut sitzen, aus einem schönen Stoff. Das fand ich so toll, dass ich dies auf Instagram geteilt habe. Damals habe ich von vielen Menschen gehört, oh, das will ich auch können, woraufhin ich dachte: wenn ich das kann, dann kann jeder das. So ist es zu meinem ersten und jetzt natürlich zum zweiten Nähbuch gekommen. Bei meinen Häkel- und Strickbücher war es eigentlich genauso. Menschen haben mir erzählt, das will ich auch, ich kann keine einzige Masche häkeln und ich verstehe nichts davon, und letztendlich habe ich zwei Jahre später mein erstes Häkelbuch gestaltet. Ich habe damals zum ersten Mal meine eigenen Muster entworfen, was auch unglaublich spannend war. Das ist im Grunde ein sehr großer Erfolg geworden, ein Bestseller. Wichtiger aber war, dass Menschen angefangen haben zu häkeln, die es sich vorher nicht getraut haben, da die Hürden zu hoch waren und es oftmals sehr kompliziert aussieht. Ich habe damals sehr positive Reaktionen bekommen. Das heißt eigentlich davor, sodass andere es auch können. Ich denke, dass daher meine Leidenschaft rührt, dass man Menschen helfen und begeistern kann, kreativ zu werden.“

Wie legst du fest, welche Anleitungen es in dein Buch schaffen? Gibt es bestimmte Kriterien, die dir wichtig sind?

„Es muss für jeden zu machen sein. Das heißt für diejenigen, die anfangen zu nähen als auch für jemanden, der schon etwas mehr genäht hat und eine Herausforderung sucht. Ich finde es auch wichtig, dass man nicht tage- oder wochenlang damit beschäftigt ist. Tatsächlich sollte man es an einem Nachmittag, in ein paar Stunden, vollständig abgeschlossen haben. Wenn man am Samstag eine Party hat, dass man es am Donnerstag oder Freitag tatsächlich nähen kann. Es darf nicht zu lange dauern, es muss einfach zu nähen und nachzumachen sein und es muss gut sitzen.“

Hast du einige Tipps & Tricks für andere Näherinnen (die anfangen)?

„Lies dir vorher gut durch, was du brauchst und gehe dann wirklich pro Item auf die Suche nach einem Stoff. Manchmal ist man in einem Stoffgeschäft oder auf einem Stoffmarkt und man kauft etwas, weil es so einen schönen Print hat. Oft liegt es dann aber noch sehr lange im Schrank, weil man nicht direkt weiß, was man daraus nähen soll. Für Kleidungsstücke mit Print benötigt man oftmals auch sehr viel mehr Stoff. Wenn du bestimmte Stoffe kaufst dann sorge dafür, dass sie eher Basic sind, dass sie sich gut zum Beispiel mit einem schönen Printstoff kombinieren lassen. Das kann schwarz sein, blau oder ockerfarben. Kaufe nicht zu viel Stoff, schau erst in deinem eigenen Schrank nach, was du noch verwenden kannst. Vielleicht hast du noch eine schöne Jogginghose, die dir eigentlich nicht mehr passt, woraus du aber noch ein Stück ausschneiden und prima auf eine andere Jogginghose nähen kannst oder woraus du ein Bündchen nähen kannst. Oder vielleicht kannst du ganze Vorder- und Rückenteile eines Pullovers, eines Kleids oder eines anderen Kleidungsstücks verwenden. Und es muss nicht nur dein eigener Schrank sein, das kann natürlich auch bei deinem Partner oder deiner Familie, Freunden oder Bekannten im Schrank liegen. Besuche sie mit einem Müllsack und schau dir an, was für eine Menge an Stoffen du daraus gewinnen kannst. “

Bist du auch so ein Fan von Bobbi Eden und dem Paket an Fibre Mood-Modellen in ihrem neuen Buch? Dann leg es hier in deinen Warenkorb!

Achtung: Dieses Schnittmusterbuch ist nur in niederländischer Sprache erhältlich. Du kannst dir die Anleitungen für die Modelle aber auf unserer Website kostenlos in englischer, französischer und deutscher Sprache  hier  downloaden. Ideal also, wenn dich dieses Paket mit unseren Schnittmustern anspricht!

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