Eine Ode an das Porzellan von Piet Stockmans

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Das Service und die Porzellanarbeiten des flämischen Künstlers Piet Stockmans sind weltweit bekannt, unabhängig davon, ob unter seinem eigenen Namen oder unter dem von Studio Pieter Stockmans. Das belgische (blaue) Porzellan ist bereits seit Jahrzehnten bei vielen beliebt und wird es wohl bleiben. Bei kleinen Kunstliebhabern bis hin zu den großen Namen wie dem französischen Koch Alain Ducasse oder Fürst Albert von Monaco. Und Stockmans selbst? Der steht mit beiden Beinen auf der Erde und erzählt Fibre Mood sehr leidenschaftlich mehr über sein Lebenswerk. 

Im ehemaligen Komplex der Steinkohlemine C-MINE in Genk findet man neben viel Geschichte auch das Atelier von Piet Stockmans. Er ist dort der Concierge und bezeichnet den Ausstellungsraum als seinen „Himmel“. Er erzählt, dass Menschen, die das Studio besuchen, es oftmals beschreiben, als würde man eine Kirche betreten. Stockmans selbst hat der Stadt Genk vorgeschlagen, einen stillen Raum daraus zu machen, den Menschen besuchen können. Er trägt daher nicht umsonst die Bezeichnung „Himmel“. Kommt dir dieser Raum bekannt vor? Das ist gut möglich, denn Fibre Mood hat diese Oase der Ruhe als Setting für ihr Fotoshooting für die Sommerausgabe verwendet. 

Piet oder Pieter Stockmans?

Als Student hat er mehr Know-how über die keramische Industrie und über Porzellan in Maastricht und in Deutschland erworben, was zu seinem Wissen über echte Handwerkskunst geführt hat. Das Unternehmen Stockmans hat 1987 das Licht der Welt erblickt. Dort hat er überwiegend freie Arbeiten angefertigt, ergänzt um spezielle Stücke im Kundenauftrag. 1998 ging er nach 29 Jahren als Dozent für Industriedesign in Genk in Rente, aber als Künstler in Rente zu gehen steht momentan nicht im Wörterbuch von Stockmans. Er stellt heute noch immer wöchentlich ein neues Produkt für das Studio her. Und alles was angefertigt wird, ist echte Maßarbeit, diese Leidenschaft vermittelt er auch seiner Tochter und seinem Schwiegersohn, die gemeinsam mit ihm an der Spitze von Studio Pieter Stockmans stehen. Um Verwirrung zu vermeiden: Der Künstler selbst arbeitet unter dem Namen Piet Stockmans, aber das Studio, in dem auch seine Tochter und sein Schwiegersohn arbeiten, nennt sich Studio Pieter Stockmans. Der Unterschied liegt manchmal in den kleinsten Details.

stockmans

Das Blau von Piet Stockmans

Es kommt nicht von ungefähr, dass Blau die Farbe von Stockmans' Arbeiten ist und dort vorherrscht. „Ich habe natürlich eine schöne, brauchbare Farbe gewählt, aber das hat auch etwas mit der Geschichte des Porzellans zu tun. Beim Brennen bei 1400 Grad verschwinden die warmen Farben. Bei hohen Temperaturen können wir nur kalte Farben bekommen: grün, braun, grau, schwarz und blau. Blau ist dazu eine Primärfarbe. Daher habe ich diese Farbe gewählt, um den größten Teil meiner Arbeiten daraus herzustellen. Eine ganz natürliche Geschichte, ich habe nie komplizierte Dinge gemacht, um etwas Spezielles tun zu können. Es ist eine Frage der richtigen Entscheidungen in den richtigen Momenten im Leben“, sagt Stockmans.

„Das Blau hat ein Eigenleben entwickelt, aber die nächste Ausstellung wird zeigen, dass ich immer auch andere Farben verwendet habe. Das wird schlicht vergessen.“ Ab Ende August sind weitere Arbeiten in allen Farben von Stockmans in „Piet Stockmans gekleurd“ ("Piet Stockmans gefärbt") zu sehen, am Heimatort seiner Arbeiten: C-MINE in Genk. 

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