1. Woher kommt deine Liebe zur Nähbranche?
Selbst Kleidung zu nähen liegt mir im Blut. Beide Großmütter nähten fast alles selbst, und auch meine Mutter näht seit Jahrzehnten. Sie nahm mich sogar als Baby mit zum Nähkurs. Während meines Studiums hatte ich meine Nähmaschine immer dabei. Nach einigen beruflichen Umwegen beschloss ich schließlich, den Sprung zu wagen und mein eigenes Stoffgeschäft zu eröffnen.
2. Wie lange hast du dein Geschäft schon?
Im August 2015 startete ich von zu Hause aus mit einem Webshop. Später richteten wir einen Workshopraum hinter unserem Haus ein. Donnerstags stand ich mit unserem (damals noch kleinen) Sortiment auf dem Markt in Aarschot. Es wurde schnell klar, dass die Nachfrage groß war – auch ich hatte Lust auf mehr! Am 24. September 2016 eröffnete ich mein stationäres Geschäft. Es wurde bald sehr lebendig, und auch meine Mutter stieg mit ein.
3. Wie wichtig ist dir der persönliche Kontakt zu den Kundinnen?
Wir beraten im weitesten Sinne des Wortes: Wir kombinieren Stoffe, suchen passende Farben aus – aber auch beim Nähprozess selbst stehen wir gerne mit einem Lächeln zur Seite!
4. Was bietet dein Laden für Sewistas?
Wir haben ein großes Angebot an Kinderprints in Jersey und Baumwolle. Für Damen gibt es viele Prints und Unistoffe. Wir suchen eine gute Balance zwischen bekannten Materialien und neuen Fasern. Neben Modestoffen haben wir auch Kunstleder und Zubehör für Taschenmacherinnen.
5. Woher nimmst du deine Inspiration für neue Stoffe und Schnittmuster?
Die beste Inspirationsquelle sind unsere Kundinnen. Beim Einkaufen denken wir an diese Sewistas – gar nicht so einfach, wenn die Altersspanne von 8 bis 92 reicht!
6. Was war das erste Schnittmuster, das du selbst genäht hast?
Ein Taschentuchboxüberzug nach dem Vorbild von Riet aus dem Blog „leven met liv“. Ich bin ein großer Fan von ihr!
7. Beobachtest du ein Comeback der DIY-Nähszene?
Absolut! Es gibt eine schöne Mischung von Jungs und Mädchen, die von Mama, Oma, Tante oder Lehrerin begeistert werden. Seit dem ersten Lockdown bleiben die Nähmaschinen draußen und in Betrieb.
8. Kommen viele junge Sewistas zu euch?
Ja! Entweder mit der Schulklasse oder in ihrer Freizeit, um sich kreativ auszuleben. Unsere Kinderworkshops (+8 Jahre) sind immer voll!
9. Zu welchen Sewistas schaust du auf?
Es gibt viele! Deborah von Cas & Nina, Hanne von Naadjes en draadjes, Joke von The Needle of Choice – sie inspirieren mich alle. Die Individualität und der Stolz unserer Kundinnen sind großartig!
10. Was ist dein größter Traum?
Ich möchte einfach weitermachen wie bisher: unsere Kollektion zusammenstellen und im Laden präsentieren – das machen wir gerne! Mein persönlicher Traum ist es, ein eigenes Schnittmuster herauszubringen.
11. Welches ist dein Lieblingsschnittmuster von Fibre Mood?
Schwer zu sagen, aber wenn ich eins nennen müsste: das Feliz-Kleid aus einer neueren Ausgabe.
12. Was ist dein Lieblingsstoff von Fibre Mood?
Ich liebe große Prints! Der Stoff des Elodie-Kleids in Blau und Orange ist ganz oben auf meiner Favoritenliste.
13. Welches Schnittmuster empfiehlst du einer Anfängerin?
Den Alice-Pullover – ich trage ihn fast täglich, und er ist im Handumdrehen fertig. Für den Frühling mag ich den Hettie-Rock. Auch die Etta-Tasche ist super für Anfängerinnen.
14. Welches Schnittmuster eignet sich für erfahrene Näherinnen?
Der Pola und der Feliz brauchen etwas mehr Präzision, aber das Ergebnis ist großartig zu tragen!
15. Hast du einen goldenen Tipp für Fibre Mood-Sewistas?
Lass dich nicht von der Anzahl der Sterne abschrecken. Verlass deine Komfortzone – und wenn du Hilfe brauchst, findest du sie immer irgendwo!