Sewista im Mittelpunkt: Clara

Eine Community aus treuen Näherinnen mit eigenen Visionen, einer Menge Kreativität und fleißigen Fingern, die sich mit unseren Schnittmustern beschäftigen, hat eine Belohnung verdient. Daher stellen wir in jedem Monat eine Sewista in den Mittelpunkt, die das Zepter danach weitergeben darf. In diesem Monat bekommen wir einen Einblick in das Nähleben von Clara in die Rolle, die Fibre Mood dabei spielt.

 

Hallo! Mein Name ist Clara, ich bin 25 Jahre alt und gehe als Sewing Journalistin rund durchs Leben. Paris ist mein offizieller Wohnsitz, aber als Journalistin verbringe ich viel Zeit im Ausland: London, Johannesburg und demnächst reise ich nach Washington

sewista in de kijker: clara c

Wie alles begann

Rund um meinen 18. Geburtstag hat meine Mutter mir die Nähmaschine geschenkt, die sie sich als Studentin gekauft hat. Ich habe lange Zeit nur kleine Projekte genäht, aber ungefähr im Juli 2019 habe ich angefangen, Kleidung zu nähen. Ich stricke bereits seit einem Jahr und besticke schon seit einiger Zeit Kleidung.  

Ich hatte schon immer Interesse an Mode. Meine Mutter hat mir am Anfang geholfen, indem sie mir zeigte, wie ich ihre Nähmaschine bedienen musste. Ich habe mit kleinen Projekten wie Reißverschluss- und Computertaschen angefangen. Ich wollte schon lange Kleidung nähen, aber ich habe mich in den Schnittmustern und Stoffen, die ich in den Geschäften gesehen habe, nicht wiedergefunden. Vor ein paar Monaten bin ich auf die Instagramseiten von Näherinnen gestoßen. Dort habe ich Anregungen gefunden, um meine eigene Kleidung zu nähen. 

Ich finde es wichtig, meine eigene Kleidung nähen zu können. Nähen ist tatsächlich mein kreatives Ventil geworden. Ich liebe es, etwas mit meinen Händen zu erschaffen. Wenn man so viel Zeit darauf verwendet hat und das Kleidungsstück dann tatsächlich tragen kann oder Freundinnen damit eine Freude machen kann und sie in etwas strahlen sieht, was man selbst gemacht hat, dann erfüllt mich das mit einem dankbaren Gefühl. 

Seitdem ich selbst Kleidung nähe, kann ich auch Kleidungsstücke entwerfen, nach denen ich gesucht, die ich aber in den Bekleidungsgeschäften nicht gefunden habe. Es bringt mich auch dazu darüber nachzudenken, wie ich Mode „konsumiere“. Dadurch, dass ich selbst Kleidung nähe merke ich, dass ich weniger bei den sogenannten Fast Fashion-Ketten einkaufe: bei einer Branche, die viel zur Umweltverschmutzung beiträgt. 

Ich habe viel über die Arbeit gelernt, die in der Herstellung eines Kleidungsstücks steckt: das sind viele Stunden Konzentration und Technik. Ich denke mehr über die Kleidungsstücke nach, die ich kaufe und ergänze sie um selbstgemachte Kleidungsstücke. Auf diese Weise stelle ich eine Garderobe zusammen, die ich lange Zeit tragen kann. 

Meine letzte Kreation war ein Rock mit einem Seitenschlitz in einem schönen geblümten Viskosestoff. Als Basis habe ich den Rock Arlette von Fibre Mood verwendet. Ich habe ungefähr einen halben Tag an dieser Kreation gearbeitet, die genau Anzahl an Stunden weiß ich nicht. Ich nehme mir immer viel Zeit, um ein genähtes Stück fertigzustellen.
Ich kann wirklich nicht sagen, welches meine ultimatives Lieblingsstück ist. Ich verwende so viel Zeit auf die sorgfältige Auswahl des Schnittmusters, den Zuschnitt der Schnittteile und das Zusammennähen aller Teile, das für mich jede Kreation die schönste ist, haha!

Claras Favoriten

  • FIBRE MOOD

Beim Scrollen auf Instagram habe ich mich sofort in das Kleid Vienna von Barbara (@bee_made) verliebt. Barbara hat das Kleid in einem schönen gestreiften Leinenstoff von Les coupons de Saint-Pierre genäht. Das Kleid war so schön, dass ich ein ähnliches genäht habe. Meine allererste Kreation, wovon alle meine Freundinnen sich sofort eine für sich selbst bestellt haben!

An Fibre Mood gefällt mir die große Bandbreite an Schnittmustern und die Möglichkeit, für jedes Nähniveau ein Schnittmuster zu finden, das schön und modern ist: egal, ob man Anfängerin ist oder eine Näherin mit Erfahrung, die eine Herausforderung sucht. 

Die Kleidung von Fibre Mood fällt immer sehr gut, man muss nicht mit unangenehmen Überraschungen rechnen. Ein zuverlässiges Schnittmuster, damit macht das Arbeiten immer Spaß! Ich habe schon mehrere Kleider Vienna genäht und auch einige Röcke Arlette. Momentan bin ich mit einem Kleid Mira und einem Blazer Kai beschäftigt: ich bin ein echter Fan!
Eine Anmerkung: Ich finde, dass manche Arbeitsanleitungen ab und zu schwer verständlich sind. Ich habe niemals einen Nähkurs belegt, das heißt mir fehlen einige Grundlagen, die mir das Verständnis erleichtern würden... Ein Video, um technische Punkte besser zu verstehen, wäre praktisch. 

  • STOFFE

Momentan verwende ich häufig Viskose: Der Stoff fällt gut und lässt sich angenehm nähen. Ich habe immer die Neigung, qualitativ hochwertige Stoffe auszuwählen, da ich Kleidungsstücke nähen will, die lange halten. Ich bevorzuge ökologische Stoffe wie Tencel und Bio-Baumwolle. 

  • MASCHINEN

Als Nähmaschine verwende ich die alte Toyota meiner Mutter. Es ist ein mechanisches Modell, das nicht viele Möglichkeiten bietet. Trotz ihres Alters (sie ist mehr als 30 Jahre alt) ist meine geliebte Nähmaschine aber immer noch stabil und macht alles, was sie soll!

  • PLATZ

Ein eigener Platz zum Nähen ist ein heikler Punkt. Ich bewohne ein kleines Studio, Nähen ist also eine Frage des Ein- und Auspackens. Wenn ich nähe, dann klappe ich die Seitenteile meines Tisches hoch und richte mich mitten im Zimmer ein. Dann stapeln sich Stoffteile auf dem Boden und überall bleiben Fäden hängen. Gottseidank ist mein Freund ein sehr geduldiger Mitbewohner!

  • HINTERGRUNDGERÄUSCHE

Wenn ich nähe, dann möchte ich mich gern ganz entspannen und meinen Kopf leer bekommen. Darum läuft im Hintergrund oftmals eine witzige und leichte Fernsehserie à la Friends, the Big Bang Theory, Jane the Virgin oder Bake Off.

Claras Inspiration

Meine Anregungen hole ich mir oftmals bei Bloggerinnen: Barbara (@bee_made) ist mein absoluter Favorit! Ich liebe alles, was sie macht: sie hat wirklich Stil. Ich beobachte auch alle Kreationen von Phoebe Nickalls (@phoeberosita), Pauline (@paulinelovlova), Cha’s hands (charlene_hands) und Mydress Made (@mydress_made) sehr genau. Last but not least ist auch Pretty Mercerie eine große Inspirationsquelle. Sie verkauft Stoffe und teilt darüber hinaus sehr schöne Kreationen.

Ich finde online viele Anregungen: scrollend durch Instagram suche und finde ich Ideen für Kombinationen, Schnittmuster und Stoffe. Ich schaue auch oft in das Lookbook von Kleidermarken, die mir gefallen. Vor einigen Monaten habe ich meine Instragramseite @cla_made veröffentlicht. Ich hoffe, dass ich dadurch meinerseits andere Näherinnen inspirieren kann.  

Claras goldener Tipp

Ich bin davon überzeugt, dass du ausreichend Motivation hast, um dein Projekt zu vollenden, sobald du ein Schnittmuster oder Kleidungsstück findest, das dich wirklich inspiriert. Im Internet sind so viele Tipps und Empfehlungen zu finden, zögere daher nicht, dich dort ein bisschen umzusehen. Ich finde, dass das Nähen den Schritt wert ist: das Nähen der eigenen Kleidung macht so viel Freude und gibt Zufriedenheit.