Sewista des Monats: Corine

Eine Community aus treuen Näherinnen mit eigenen Visionen, einer Menge Kreativität und fleißigen Fingern, die sich mit unseren Schnittmustern beschäftigen, hat eine Belohnung verdient. Daher stellen wir in jedem Monat eine Sewista in den Mittelpunkt, die das Zepter danach weitergeben darf. In diesem Monat lernst du Corine kennen und du erfährst, welche Rolle das Nähen und Fibre Mood in ihrem Leben spielen.

Hallo zusammen!

Ich bin Corine Tijsen, 42 Jahre alt. Wohnort Den Haag. Verheiratet mit meinem Liebsten Aad, mit dem ich einen zweijährigen Sohn, Dieze, habe. Ich verdiene meine Brötchen als Betreuerin für Menschen mit einer geistigen Behinderung.

Sewista Corine

Wie alles anfing

Ende 2016 habe ich hochschwanger mein Studium an der Fachschule für Fotografie in Rotterdam beendet. Nach 2 Ausstellungen im Zusammenhang mit meinem Abschlussprojekt wurde es still. Ich habe dann meinen Plan für eine Karriere in der Fotografie erst einmal auf Eis gelegt, um mich um meinen kleinen Sohn zu kümmern. Es kribbelte mich allerdings nach wie vor in den Fingern, etwas Kreatives zu machen. Nach einiger Zeit habe ich einen Ausweg gefunden, als ich meinen allerersten Nähkurs bei Anouck von Ansjehandmade besucht habe, der allerbesten Nählehrerin des niederländischen Westens. Ich war sofort fasziniert. Ich habe zunächst Babybekleidung genäht, da es in den Geschäften nur eine sehr begrenzte Auswahl für Jungs gab. Ich konnte mich Gott sei Dank im Webshop von Anouck richtig austoben. Damals hat sie nur Kinderstoffe angeboten und ich bin in die Online-Welt der Schnittmuster für Kinder abgetaucht.

Fibre Mood: Liebe auf den ersten Blick

In der Facebookgruppe „Gratis Naaipatronen“ („Kostenlose Schnittmuster“) habe ich zum ersten Mal von Fibre Mood erfahren. Ich habe mir das Schnittmuster für das Top „Frances“ heruntergeladen und war sofort begeistert. Alles stimmte: das Schnittmuster, die Fotos, das Styling und das Promo-Video beim Download. Das passte perfekt zu meinem Interesse für Styling, Mode und Gestaltung.

Meine eigene Version des Tops „Frances“wurde sofort auf Instagram gefunden und war sogar in der ersten Ausgabe von Fibre Mood zu sehen. Dadurch motiviert habe ich einen eigenen Instagram-Account „Ceetjemaakt“ über selbstgemachte Kleidung eingerichtet. Ich konnte es kaum abwarten, bis die erste Ausgabe von Fibre Mood in meinem Briefkasten liegen würde!
Das Warten hat sich aber gelohnt. Ein schönes und klares Layout, herrliche Fotos, Modelle, die nicht zu sehr im Mainstream liegen und schöne Schnittmuster. Das war genau mein Ding. Mein sich allmählich füllender Kleiderschrank ist der beste Beweis dafür.

Ich finde es toll, dass Fibre Mood mit seinen Schnittmustern eine große Bandbreite an Frauen anspricht. Sowohl Frauen mit einer größeren Größe als auch die schlanken Typen. Mit einem zwanglosen Stil mit einer weiten Hose und Sneakers aber auch mit etwas eleganteren Looks. Für Jung und Alt. Es ist für jeden etwas dabei! Mit den Stylingtipps und den Figurempfehlungen sind die Möglichkeiten endlos.
Ein mir sehr wichtiges Thema ist die Nachhaltigkeit. Mit der Möglichkeit, die Arbeitsanleitungen zu downloaden, wird viel Papier eingespart. Zu Fibre Mood und Nähen passt das Konzept Slow Fashion. Man denkt über die Auswahl des Stoffes, das Schnittmuster und die eigene Figur nach. Auf diese Weise investiert man viel Liebe in die Kleidungsstücke und trägt sie daher viel länger. Genau das, worum ich mich bei meiner eigenen Garderobe bemühe.

Da(mit) entsteht Magie

Ich selbst verwende keine technisch anspruchsvolle Näh- und Overlockmaschine. Die Basisstiche der alten Lewenstein meiner Mutter und Breitners Einsteigermodell einer Overlockmaschine reichen völlig. Zu Beginn habe ich vor allem mit Jersey- und Sweatshirtstoffen gearbeitet, heute wage ich mich aber an allerlei Arten von Stoffen. Wenn das Ergebnis dann vor mir liegt, bin ich total stolz, dass ich dies mit meinem einfachen Nähzubehör hinbekommen habe.
Zum Nähen muss man sich Zeit nehmen. Ich arbeite genau, achte auf die Details und gehe vorsichtig mit schwierigeren Stoffen um. Wenn ich nicht zufrieden bin, fange ich wieder von vorne an.

Meine letzte Kreation von Fibre Mood war die Bluse „Victoria“. Aktuell mein Lieblingsstück. Auf meiner To Do-Liste: ein Kleid „Willa“ in Gelb oder Rosa, ein Jumpsuit „Carmella“, der Rock „Pina“ und das Kleid „Filippa“. Ich liebe die Ärmel!

Online-Community

Mit dem Nähen kam auch das Veröffentlichen der Projekte. Das mache ich am liebsten auf Instagram. Auf Facebook schaue ich mich nur ab und zu um, bin aber Mitglied der Gruppe „crazy sewing“ von Ansje Handmade und der Gruppe „maak het met Fibre Mood“.

Meine bevorzugten Instagrammer die für Kinder nähen sind zuerst a siwsiw thing. Ihre Kombination aus Farben, Hacks, der Liebe zur Fotografie, Kreativität und Blick für Details haben mein Interesse geweckt. Vor allem ihr Einsatz eines Siebdrucksets, I love it! Dann deborasluijs mit ihrer stimmungsvollen Fotografie und ihrem „Less is more“-Stil.
Aber es gibt noch einige andere: Piep&matz, Yasjes, Memaya, Wensjesofie,…

Für Erwachsene schaue ich bei Sewitcurly aufgrund ihrer Liebe für Details und für besondere Ärmel vorbei. Auch hier kann ich noch einige andere nennen: Republique du chiffon, Joliesbibines, Sara Johansen, 36 pieces,…

Inspirieren und inspiriert werden

Mein eigener Stil ist durch eine Portion Coolness, einen Schuss Sexyness und deutliche Entscheidungen geprägt. Dabei lasse ich mich von einigen Influencern inspirieren. Vom Retro-Stil von Romy Boomsma, von der Stilqueen Anna Nooshin, von den herrlichen Kleidern und Anzügen von Yara Michels und vom trendigen und sexy nonchalanten Stil von Jamie Li. Anregungen finde ich auch beim Modelabel Stieglitz und bei der Marke &Other Stories.

Ich bin außerdem regelmäßig auf der Website von Fibre Mood zu finden. Ich durchstöbere die aktuellen Kreationen und lerne dadurch auch eine Menge inspirierende Frauen kennen. Ich selbst poste auch immer meine aktuellen Kreationen. Blogs geben mir nicht viel. Ich scrolle lieber auf Instragram, wobei ich versuche, meine Online-Zeit zu begrenzen.

Tipps & Tricks

Mein Tipp: experimentieren. Trau dich, vom Schnittmuster abzuweichen und es an deinen eigenen Stil anzupassen. Trau dich, Stoffe und Farben zu kombinieren. Lege die Latte ruhig etwas höher, so entwickelst du deine Fertigkeiten. Last but not least, es kann auch nicht schaden, ab und zu einen Nähkurs zu besuchen.