The story of slow fashion with Named

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Hast du schon von Named gehört? Mit eigenwilligen Modellen und einem skandinavischen Touch drücken die Schwestern Laura und Saara der Named ihren Stempel auf. Wir von Fibre Mood haben uns bei den finnischen Kollegen in der Branche über die Entstehung von Named, Slow Fashion und Zukunftspläne umgehört! Willst du mehr erfahren? Dann lies hier schnell weiter ...

Named Clothing sisters + logo

Wann hat die Geschichte von Named Clothing angefangen?

Das war im Herbst 2012. Wir hatten auf einmal die Idee, als wir im Bus auf dem Weg zum Mittagessen bei unseren Eltern saßen. Wir haben angefangen darüber zu sprechen, was wir später gern beruflich machen würden. Wir haben über das Nähen, Designen und Mode gesprochen - Dinge, die uns beide sehr begeistern. Wir haben festgestellt, dass wir beide davon träumten, ein eigenes Label für Schnittmuster zu haben! Während der 20-minütigen Busfahrt hatten wir bereits den Businessplan detailliert besprochen und als wir bei unseren Eltern ankamen, haben wir angefangen, ihn aufzuschreiben. Nach einem Jahr Arbeit und Planung hatten wir unseren Webshop und stand unsere erste Kollektion.
 

Wann habt ihr angefangen, nähen und zeichnen zu lernen?

Wir haben das Nähen von unserer Mutter gelernt, die eine sehr begeisterte Näherin und Raumausstatterin ist. Es ist schwer zu sagen, in welchem Alter das war, da wir schon fast unser ganzes Leben lang nähen. Wir waren vielleicht zwölf Jahre alt, als wir angefangen haben, tragbare Kleidung zu nähen. Davor haben aber schon zum Beispiel für unsere Puppen genäht. Saara hat später Modedesign studiert und hat einen Abschluss als Schnitmusterzeichnerin, sie ist der Schnittmuster-Wizard von uns beiden. Laura hat Schuhdesign studiert und wir entwerfen immer alle Kollektionen gemeinsam.

Wart ihr schon von klein auf kreativ?

Ja, wir denken schon. Kinder lieben es meistens, kreativ zu sein, zu basteln und merkwürdige Dinge auszuprobieren, daher denke ich, dass das für alle Kinder ganz natürlich ist. Wir wurden immer ermutigt, das alles zu tun und natürlich hatten wir unsere Mutter, um uns das zu zeigen und zu der wir aufschauen konnten. Wir erinnern uns noch, dass wir es toll fanden, Dinge etwas anders zu machen und Schnittmuster, die wir zum Beispiel in einer finnischen Handarbeitszeitschrift gefunden haben, anzupassen.
 

Wer kam auf die Idee, Named Clothing zu gründen?

Das ist schwer zu sagen, denn die Idee entstand bei uns beiden und wir haben sie gemeinsam entwickelt. Sagen wir mal, dass wir beide es waren.
 

Hat der Name Named Clothing eine Geschichte?

Eigentlich gibt es sogar eine schöne Geschichte zu dem Namen! Es ist uns unglaublich schwer gefallen, uns einen Namen für unser Schnittmuster-Label auszudenken. Es war eine dieser Aufgaben, die wir immer wieder aufgeschoben haben, als wir mit der Gründung unseres Unternehmens beschäftigt waren. Unsere Webdesignerin brauchte damals ein Logo für die Website, bevor sie mit dem Design weitermachen konnte. Und für ein Logo benötigt man auch einen Namen. Daher haben wir es „Named“ genannt, um den Plan einzuhalten! Nach einiger Zeit haben wir uns entschieden, dass das Unternehmen einfach weiterhin „Named“ heißen sollte. Der Name fühlte sich natürlich an, nachdem er uns eingefallen war! Es steht für eine Art der Individualität, Dinge selbst zu machen.
 

Wofür steht ihr? Welche Werte möchtet ihr mit eurer Marke vermitteln?

Zunächst möchten wir alle davon überzeugen, dass das Nähen eigener Kleidung eine Alternative zur schnellen Mode ist. Wir möchten Menschen ermutigen, ihre Kreativität zu entdecken und sie die Freude, etwas zu erschaffen, genießen zu lassen, und zwar auf eine ethische und umweltfreundlichere Art und Weise. 
 

Woher bekommt ihr die Inspirationen für neue Schnittmuster?

Wir entwerfen unsere Kollektionen immer zu einem bestimmten Thema. Das kann alles sein, was uns in dem Moment inspiriert. Die Anregungen für unsere letzte Kollektion (Earth Science aus Herbst 2017) zum Beispiel hat uns die Geologie geliefert! Die Inspiration findet sich in geometrischen Schnitten und irdischen Materialien wieder. Für die Kollektion davor (Playground aus Frühjahr 2017) haben wir uns von Kinderbekleidung inspirieren lassen. Sie wirkte viel spielerischer und nonchalanter. Die Quellen der Inspiration finden wir meistens in unserem eigenen Leben - in dem, was wir gesehen haben und was uns inspiriert hat. 

Ihr seid auch Schwestern, hat das Vorteile bei der Zusammenarbeit?

Es ist auf jeden Fall ein Vorteil! Wir haben ein ähnliches Stilgefühl, das erleichtert das gemeinsame Entwerfen. Natürlich haben wir auch Meinungsverschiedenheiten, aber keine dramatischen. Das Beste ist eigentlich, dass wir die Ideen der jeweils anderen auf ein anderes Niveau entwickeln können - die eine kann sich etwas überlegen, was das Design der anderen noch besser machen kann. Oder ein technisches Problem lösen, mit dem sich die andere bei einem bestimmten Design gequält hat. Wir glauben, dass unsere Entwürfe auf diese Weise besser werden, besser, als wenn wir sie alleine entworfen hätten. Wir ergänzen uns gut, daher ist die Verteilung der Aufgaben sehr einfach. Laura hat ein gutes Auge für visuelle Dinge und sie kann besser schreiben - und Saara ist unsere phänomenale Schnittmusterzeichnerin. 
 

Welche Vorteile hat diese Arbeit?

Sein eigener Chef zu sein ist ein Vorteil. Wir haben unser Unternehmen immer so geführt, wie wir es wollten. Wir haben es immer in die Richtung gelenkt, in die wir gehen wollten und natürlich haben wir unseren Kunden immer gut zugehört. Wir entwerfen immer Modelle, die wir selbst gern nähen und tragen würden und wir freuen uns sehr, dass viele andere Näherinnen in der Nähmaschinen-Community ähnliche Dinge schön finden!
 

Warum / wie würdet ihr zukünftigen Näherinnen empfehlen, die eigene Garderobe zu nähen?

Viele, die nähen oder auch nicht nähen wissen zweifellos, dass unsere Erde den schnellen Wechsel der Mode nicht mehr länger mitmachen kann. Das Nähen der eigenen Kleidung ist eine der Möglichkeiten für langsamere Mode. In Bezug auf den Prozess wird das Anfertigen der eigenen Kleidung eine neue Perspektive sein. Und wenn man einmal viel Zeit und Mühe investiert hat, um etwas zu erschaffen, dann wird man es toll finden und länger behalten, aber es auch besser pflegen. Es hat einfach einen höheren Wert als ein Kleidungsstück von der Stange. Aber abgesehen von allen ernsthaften Gründen ist das Nähen ein schönes und lohnendes Hobby, das die kreativen Nerven reizen, aber auch die technischen und logischen Fertigkeiten verbessern wird! Infolgedessen hast du Kleidung, die besser zu deinem Körper und Stilgefühl passt als das, was du in den Geschäften sehen kannst! Es ist ein win-win-win-win-win-win Hobby.

Wenn ihr diese Arbeit nicht machen würdet, in welcher anderen Branche könntet ihr euch vorstellen zu arbeiten?

Oh je! Es müsste etwas Kreatives sein, in einer anderen Branche wie Design, Kochen oder Tanzen!
 

Wo seht ihr Named in 5 Jahren?

Das ist eine schwierige Fragen, da wir meistens nicht soweit in die Zukunft vorausplanen! Wir hoffen, dass wir weiterhin neue Produkte erschaffen und laufend unsere Modelle und unseren Service verbessern können. Vielleicht können wir auch etwas Neues und Anderes machen, damit es interessant bleibt.

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