Bloggerin im Mittelpunkt: Lily & Woody

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Einzigartige Stücke fertigen, auf deinem Blog veröffentlichen und somit andere inspirieren: Die Kombination aus Nähen und Bloggen ist ungemein beliebt. Gerade weil die Anzahl der Bloggerinnen in der Modewelt stets weiter zunimmt, stellt Fibre Mood regelmäßig eine Bloggerin vor. Diesmal lernst du Sylvia und ihren Blog Lily & Woody kennen. Hier entdeckst du, was das Nähen für sie bedeutet und welche Rolle sie in dieser Gemeinschaft spielt.

Sylvia - Lily & Woody

Warum hast du deinen Blog angefangen? Und warum hast du angefangen zu nähen und/oder zu stricken?

“Ich habe nach der Geburt meiner Tochter angefangen zu nähen. Damals wollte ich auf einmal niedliche Babykleider und Deckchen nähen. Ich habe den Blog schon kurz nachdem ich mit dem Nähen angefangen hatte gestartet und über die Online-Community habe ich viel dazugelernt."

Wie hast du das Nähen und/oder Stricken gelernt?

“Am Anfang habe ich an einigen Workshops bei bvb Compagnie M teilgenommen. Dort lernt man an einem Tag, wie man ein Kleidchen näht. Nähkurse von einem Jahr waren mir zu langsam. Auch die Schritt für Schritt-Anleitungen mit Fotos sind superpraktisch für Anfänger. Mit dem Schnittmuster Theo von Zonen 09 konnte ich schon nach ungefähr sechs Monaten Näherfahrung ein Hemd für meinen kleinen Sohn nähen."

Warst du schon von Kindesbeinen an kreativ?

“Früher habe ich zusammen mit meiner Oma Puppenkleider genäht, aber da haben wir hauptsächlich von Hand genäht. Später konnte ich mich in der Fotografie austoben."

Woher kommt der Name Lily & Woody? Und warum hast du ihn gewählt?

"Der Name Lily & Woody verweist auf die Namen meiner Kinder, Lila und Wout. Ich fand, dass sich diese Namen flott und International anhören. Der Name weist auf die beiden Hauptpersonen meines Blogs hin, auch wenn ich viel für mich nähe."

Welche deiner Kreationen ist aus deiner Sicht die schönste? Worauf bist du am meisten stolz?

"Am Liebsten nähe ich Kleider, selbstverständlich für meine Tochter, aber seit kurzem auch für mich. Die Kleider Rosie und Taylor von Fibre Mood sind momentan die schönsten selbstgemachten Stück in meinem Schrank. Aber auch Strickprojekte, an denen ich lange arbeite, finde ich sehr befriedigend."

Gibt es für dich Herausforderungen in dieser Handarbeitswelt?

“Ich bin von Natur aus sehr ungeduldig und bei mir muss es immer schnell vorangehen. Einen verdeckten Saum von Hand anzunähen oder eine Tasche mit Details zu nähen sind für mich mit viel Mühe verbunden."

Menschen, die nicht nähen/stricken: Wie würdest du sie überzeugen?

"Für mich ist es wichtig, ein Hobby zu haben, dem ich mich mit viel Leidenschaft widmen kann. Das Leben wird dadurch so viel ausgefüllter. In meinem Arbeitsumfeld als Dermatologin sind viele Menschen überrascht, dass ich Zeit für kreative Aktivitäten habe. Ein Leben, das sich nur um die Arbeit dreht, macht mich nicht glücklich. Ein gutes Gleichgewicht zwischen Arbeit, Familie und Hobbys ist ungemein wichtig."

Was ist beim Nähen und/oder Stricken deine größte Angst/Frustration?

"Manchmal passt eine Kreation nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe oder ein Stoff fällt anders als erwartet. Das ist eines der Risiken beim Onlineshopping, aber im Laufe der Jahre sind meine Fehlkäufe weniger geworden. Es kann auch nervenaufreibend sein, die Kreationen ansprechend in den sozialen Medien zu präsentieren. Kinder, die keine Lust haben zu posieren oder ein Ehemann, der nicht fotografieren will, lassen sich manchmal nur schlecht mit den Deadlines eines Schnittmustertests oder der Einführung eines bestimmten Stoffs kombinieren."

 

Woher bekommst du die Anregungen für deinen Blog? Und gibt es andere Blogs, die du toll oder inspirierend findest?

“Nähzeitschriften, die modisch auf dem aktuellen Stand sind wie Fibre Mood, sind eine große Quelle der Inspiration. Viele Anregungen finde ich auch in anderen Blogs und hauptsächlich auf Instagram. Ich bewundere Laurence von blanche_85, Nicky von Mix it Make it und Eva von By Eva Maria für ihren Stil. Ich folge auch Schnittmuster-Designerinnen und ich freue mich immer wenn sie mich bitten, neue Schnittmuster zu testen. Meine Favoriten sind Sofie von WISJ Design, Katrien von Kaatjenaaisels und Isabel von Bel’Etoile.”

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus? Und wo befindet er sich?

"Ich habe ein eigenes Nähzimmer im ersten Stock neben den Kinderzimmern. Momentan wird es von Grund auf neu gestaltet. Mit dem Stoffschrank bin ich schon fertig, jetzt braucht es noch etwas Farbe und eine fröhliche Tapete."

Motivieren dich die Reaktionen in deinem Blog? Hast du viel Kontakt zu deinen Followern / regelmäßigen Besuchern?

"Ich blogge jetzt seit ungefähr 5 Jahren und in den Anfangsjahren gab es häufiger Reaktionen auf den Blog. Ich habe das Gefühl, das Instagram momentan das Bloggen etwas verdrängt hat. Auf Instagram ist der Kontakt zu meinen Followern viel direkter. Manchmal überlege ich schon, nur noch Instagram weiter zu nutzen, denn in meinem Blog dreht sich sowieso alles mehr um die Fotos als um den Text.”

Was würdest du in Zukunft noch gern tun?

“Vor kurzem habe ich die erste Hose für mich genäht, ein sehr einfaches Modell: den Hosenrock Clara. Vielleicht nähe ich irgendwann mal eine "echte " Hose mit Reißverschluss, Eingriff und allem Drum und Dran. Auch ein richtig festliches Kleid mit Details aus Spitze und dem nötigen Glitter steht noch auf meiner Wunschliste."

Welche Tipps & Tricks würdest du Näh- und Strickanfängerinnen mitgeben?

“Beginnt mit einfachen Schnittmustern mit einer ausführlichen Fotoanleitung und besucht einige Workshops. Das Nähen ist schnell gelernt und die Möglichkeiten sind endlos!”

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